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Kellerbrand

Es ist ein ruhiger Samstagnachmittag. Das Thermometer zeigt knapp 40°C und jeder sucht den Schatten.

Aber auf dem Gelände der Firma Elektro-Ortlieb scheint etwas nicht zu stimmen. Dunkler Rauch steigt auf und dann sieht man 4 Personen vor dem Haus stehen. Auch aus dem Kelleraufgang steigen nun Rauchwolken auf. Jetzt ist jedem klar, hier stimmt etwas nicht. Schnell wird ein Notruf abgesetzt und keine 5 Minuten später steht das erste Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Stuttgart, Abt. Obertürkheim vor dem Anwesen in der Raichbergstrasse.

Es sind kurz Kommandos zu hören und schon wird eine Wasserversorgung aufgebaut, während 2 Feuerwehrleute mit Schlauchtragekörben Richtung Hinterhaus unterwegs sind.

Durch den Chef Markus Ortlieb erfahren die Feuerwehrmänner, dass noch 2 Personen im Keller vermisst werden. „Angriffsgrupp mit erstem Rohr zur Menschenrettung über die Treppe ins 2. Untergeschoss vor!“. Es dauert nicht lange und die erste Person, die sich noch nach oben retten wollte, wird auf der Treppe gefunden. Ihre linke Gesichtshälfte zeigt schwere Verbrennungen. Schnell aber doch mit größter Vorsicht wird die Person gerettet und den Kameraden vor dem Gebäude übergeben.

Mittlerweile hat sich auch ein zweiter Trupp mit Atemschutz vor dem Gebäude positioniert.

Über Funk kommt die Meldung, dass auch die zweite Person gefunden wurde. Während diese nun vom ersten Trupp gerettet wird, geht der 2. Trupp unter Atemschutz ins Gebäude vor, um die Löscharbeiten zu übernehmen. Die erste Person liegt erstversorgt im Schatten auf einer Trage, während die 2. Person aus dem Gebäude getragen wird. Und in diesem Augenblick wird es auch den zahlreichen Zuschauern, die sich mittlerweile eingefunden haben, klar, dass sich es nur um eine Alarmübung handelt, denn die Person ist ein 70 kg schwerer Dummy in Arbeitskleidung.

Nach der Meldung „Feuer aus!“ wird noch die Belüftung sichergestellt, damit die Kellerräume wieder rauchfrei sind.
Dies ist wichtig, denn bei  der anschließenden Begehung konnte sich  jeder der Feuerwehrmänner bei Licht die Besonderheiten des Kellers und die damit verbundenen Gefahren anschauen. Die einhellige Meinung war, dass bei einem Kellerbrand durch z.B. abgestellte Möbel, Kartons oder auch Gasflaschen Gefahren lauern, die zum einen eine erhöhte Brandlast darstellen und zum anderen auch Wege versperren können und das hierbei der Eigenschutz wichtiger denn je ist. Zusammenfassend sei gesagt, dass solche Szenarien in nächster Zeit immer wieder in den Übungsbetrieb eingebaut werden, denn die Erfahrungen, die dabei gesammelt werden können, sind auch bei anderen Brandeinsätzen sehr hilfreich.


Bevor nun alle Schläuche und eingesetzten Geräte zurückgebaut werden, greifen die Feuerwehrleute erst zum bereitgestellten Wasser, denn bei den hohen Außentemperaturen und der über 20 kg schweren Ausrüstung, die unter Atemschutz getragen werden muss, ist alles nassgeschwitzt. Und es möchte keiner, dass aus der Übung doch noch ein echter Einsatz wird.


Viele Anwohner nutzen auch die Gelegenheit, um mit den Feuerwehrleuten ins Gespräch zu kommen und sich über Brandschutzthemen zu informieren oder sich auch nur die Ausrüstung und deren Einsatzmöglichkeiten anzuschauen.


Ein ganz besonderer Dank geht an die Firma Elektro-Ortlieb, zum einen für die Möglichkeit, in den Räumen Ihres Betriebs üben zu können als auch für die Bereitschaft, dies an einem Samstagnachmittag, wo jeder bei den Außentemperaturen lieber ins Freibad gegangen wäre, möglich zu machen. Wir sind hierfür sehr dankbar, denn nur so sind wir in der Lage, durch die Ortskenntnisse, die man während einer Übung erlangt, im Ernstfall schnell und wirkungsvoll aktiv werden zu können.

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Autor: G.P.

Bilder: Blaulichtreport Stuttgart

Feuerwehr Obertürkheim

Freiwillige Feuerwehr Obertürkheim
Asangstraße 12
70329 Stuttgart
 
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